Sonntag · 03.08.2026
In den Alltag
Guten Morgen. Letzter Tag.
Heute bauen wir nichts Neues mehr auf, und das ist Absicht. Denn ein gutes Wochenende zu haben ist leicht. Es mit in den Montag, den Dienstag, in die ganz normale Woche zu nehmen, das ist die eigentliche Kunst, und der Teil, den die meisten Angebote einfach weglassen. Bei uns ist er der Kern des letzten Tages.
Du hast gestern etwas gefunden und ein Werkzeug in der Hand gehabt, das funktioniert. Heute sorgen wir dafür, dass es den ersten schlechten Abend übersteht, den es garantiert geben wird. Nicht damit du perfekt wirst, sondern damit ein einziger Rückfall nicht gleich alles kippt. Genau daran scheitern nämlich sonst die guten Vorsätze, und genau das fangen wir heute ab.
Heute ist deutlich kürzer als gestern, 08:00 bis 15:30, mit einem zweiten Brunch dazwischen. Wieder dein Platz zum Liegen, und wenn du magst, dein Notizbuch von gestern griffbereit. Da steht schon einiges drin, das wir heute brauchen.
Das nimmst du heute mit: drei winzige Anker für deinen Alltag, einen klaren Plan für den ersten Rückschlag, und einen Satz, der dich die nächsten Wochen trägt.
Bis gleich, 08:00.
Heute
Brunch 2 — kochen, 10:00
Heute warm und weich: Hafer-Bowl mit Pfirsich, Ingwer und einem Löffel Skyr oder Joghurt fürs Protein. Rezept unter Ressourcen → Rezepte. Topf an, Haferflocken rein, fünf Minuten köcheln — der langsamste Teil ist das Warten, nicht das Kochen.
Kurzer Yoga-Flow, 13:30
Nach Workshop C noch einmal kurz in Bewegung, ganz ruhig — nicht um etwas zu erarbeiten, sondern um das, was in den letzten zwei Tagen im Körper passiert ist, noch einmal durchzuspüren, bevor wir uns zum letzten Mal im Kreis treffen.
Workbook — Workshop C: In den Alltag
Auf einer Skala von 0–10: wie gut kannst du gerade abends abschalten, und was wäre eine 10?
Wenn dein Wächter am ehesten am [Wochentag/Uhrzeit] wieder laut wird: was machst du in genau dem Moment als Erstes?
Wenn du nur EINEN der drei Werkzeuge mitnimmst, Atem, Wächter-Grenze oder Zeuge: welchen, und woran erkennst du in zwei Wochen, dass er noch trägt?
Recording
Abschlussrunde, 14:00
Das war's. Fast.
Du gehst heute nicht mit einem neuen Vorsatz raus. Vorsätze hattest du genug, und die meisten haben dich am Ende nur schlechter fühlen lassen. Du gehst raus mit etwas anderem: einem Werkzeug, das du am eigenen Leib ausprobiert hast, das in deinem Nervensystem eine echte Adresse hat und das du wieder abrufen kannst, wann immer der Kopf abends anspringt.
Ich weiß, wie das jetzt ist. Am Sonntagabend fühlt sich alles möglich an. Und dann kommt der Dienstag, und die alte Welt ist wieder da. Deshalb die einzige Bitte, die ich dir mitgebe: Trag dein eines Werkzeug diese Woche einmal bewusst. Nicht alle drei, nicht perfekt, nicht jeden Tag. Einmal, richtig. Das reicht, um den Anfang zu machen.
Du kannst abends runterkommen. Nicht weil du dich mehr anstrengst, sondern weil du jetzt weißt, wie. Das ist keine Kleinigkeit, auch wenn es sich klein anfühlt.
Wir bleiben über die Gruppe in Kontakt, und in ein paar Wochen hörst du von mir, wie es weitergeht. Danke, dass du dich darauf eingelassen hast. Es war mir eine Freude, dieses Wochenende mit dir zu gehen.