Samstag · 02.08.2026
Wo liegt's / Wie lös ich's
Guten Morgen.
Heute ist der Tag, an dem es konkret wird, und ehrlich gesagt der spannendste. Vormittags gehen wir in den Körper, dann in den Kopf, und am Ende des Tages hast du zum ersten Mal eine Landkarte davon, was da abends eigentlich läuft.
Ich sag dir, was dich erwartet: Es wird einen Moment geben, in dem du etwas findest, das du vorher nicht auf dem Schirm hattest. Fast alle haben ihn, diesen Moment, und er ist der Grund, warum wir das hier machen. Wir jagen heute nämlich nicht die Entspannung, die kommt später. Heute ist Detektivarbeit an deinem eigenen Kopf, und die ist erstaunlich fesselnd, wenn man einmal drin ist.
Du brauchst nichts Besonderes. Platz zum Liegen für die Yoga-Einheit, einen Platz zum Sitzen für die Workshops, deine Küche für zwei kurze Koch-Slots, und ein Notizbuch, in das du reinschreiben kannst. Kein schönes, kein richtiges, einfach eins, das da ist.
Der Tag ist heute lang, 08:00 bis 20:30. Dafür sind genug Pausen drin, zum Essen, zum Ausruhen, zum Sacken-lassen. Iss vor dem Yoga-Block nur, wenn du magst — der Brunch kommt direkt danach.
Das nimmst du heute mit: eine klare Vorstellung, wer da abends in dir Karussell fährt, wo das in deinem Körper sitzt, und heute Nacht vielleicht zum ersten Mal einen Schlaf, der sich anders anfühlt.
Wir sehen uns um 08:00. Nimm dir die Zeit, richtig anzukommen, bevor wir loslegen.
Heute
Brunch 1 — kochen
Kurze Pause vom Sitzen, jetzt wird's herzhaft: Kurkuma-Rührei mit Zucchini und Tomaten. Rezept und Einkaufsliste stehen unter Ressourcen → Rezepte, am besten vorher schon offen. Pfanne an, Ingwer reiben, los.
Ich bin per Zoom dabei, falls unterwegs was klemmt. Danach 30 Minuten essen — für dich, in Ruhe, Kamera aus ist okay.
Abendessen — kochen
Ofengemüse mit Kräuter-Dip. Wenn du das Gemüse gestern schon geschnitten hast, ist jetzt nur noch: Ofen an, Blech rein, Dip rühren. Wenn nicht, schneide zügig — kleinere Stücke garen schneller. Rezept unter Ressourcen → Rezepte.
Das Gemüse braucht 25–35 Minuten im Ofen. Während es röstet, ist Zeit für den Dip und zum Durchatmen vom Nachmittag.
Mondgruß, 19:00
Kein Atem jetzt, kein Programm. Nach dem Essen braucht dein System erst mal Ruhe, keine neue Anstrengung. Der Mondgruß ist eine ruhige, fließende Sequenz — im Gegensatz zum Sonnengruß nach innen statt nach oben, langsamer, erdender. Wir machen sie gemeinsam, im eigenen Tempo, mit angenehm vollem Bauch.
Yoga Nidra, 19:20
Yoga Nidra heißt „yogischer Schlaf" — du liegst die ganze Zeit, es gibt nichts zu tun. Ich führe dich mit der Stimme durch den Körper, du bleibst wach genug, um zuzuhören, entspannt genug, um loszulassen. Das ist der Punkt der ganzen Übung: ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen, in dem sich das Nervensystem aktiv umschaltet — nicht durch Willenskraft, sondern weil der Körper merkt, dass gerade nichts zu erledigen ist.
Decke, Kissen, warme Socken — alles erlaubt. Wenn du währenddessen einschläfst, ist das kein Fehler. Am Ende sprechen wir kurz noch deinen Sankalpa, den Satz aus den Workshops heute, während dein Kopf besonders aufnahmefähig ist.
Tagesabschluss, 20:00
Kein neuer Input mehr. Nur eine kurze Runde: jeder sagt in ein, zwei Sätzen, was heute hängen geblieben ist. Kein Vortrag, keine Analyse — einfach benennen, was da ist. Danach ist Schluss, um 20:30, wirklich.
Morgen ist der ruhigere Tag. Schlaf gut.
Workbook — Workshop A: Wo liegt's
Welche dieser Stimmen ist abends am lautesten?
Was befürchtet diese Stimme, das passiert, wenn sie leiser wird?
Was hat diese Stimme früher mal für dich gerettet?
Workbook — Workshop B: Wie lös ich's
Sag deinem Wächter zuerst danke — wofür genau hat er dich all die Jahre bewahrt?
Was bräuchtest du, um abends um [Uhrzeit] Feierabend zu machen?
Wohin soll ich deine Sorge legen, während du frei hast — auf einen Zettel? In eine feste Grübelzeit morgen früh?
Was ist EINE Grenze, auf die ihr euch beide heute Abend einigen könnt?
Nadi Shodhana zum Nachschauen
Frage für heute
Was hast du heute über deinen Wächter gelernt, das du vorher nicht wusstest?